Funkdisziplin
Halbduplex — es sendet immer nur einer
Der Funkkanal gehört zu jedem Zeitpunkt nur einer Besatzung. Die Sprechtaste zeigt „Kanal belegt", solange jemand anderes sendet — genau wie bei echtem BOS-Funk, wo Gegensprechen technisch gar nicht möglich ist. Push-to-Talk läuft dafür serverseitig: der Server hält die Sprechtaste als Sperre, ein Relay genügt, es gibt keine Peer-zu-Peer-Verbindungen.
Das „kommen"-Ritual
Üblicher Ablauf beim Melden:
„Florian Heidefeld 1/44/1 an Leitstelle, kommen."
Die Leitstelle gibt mit „… kommen" das Wort zurück, erst dann folgt der eigentliche Inhalt. Das ist keine Förmelei: es verhindert, dass zwei Meldungen gleichzeitig ins Leere gehen, weil beide Seiten gerade senden wollen. Auch Bot-Besatzungen halten sich daran — meldet sich eine Besatzung von sich aus (z. B. eine Rückfrage bei unvollständiger Alarmierung), ruft sie zuerst nur „… an Leitstelle, kommen." und wartet auf die Freigabe, spätestens aber 40 Sekunden, dann meldet sie sich von selbst mit dem eigentlichen Inhalt — echte Funkdisziplin darf niemanden auf ewig verstummen lassen, nur weil an der Leitstelle gerade niemand hinhört.
Drei Wege zu funken
- Text eintippen — funktioniert überall, ohne Mikrofonzugriff.
- Sprechtaste — wo verfügbar, direkt sprechen; die Übertragung läuft als echtes Audio über denselben Kanal, mit einer kleinen, absichtlichen Verzögerung von rund 200 ms, die sich nach Funk anfühlt, nicht nach Fehler.
- Spracherkennung — wandelt das Gesprochene zusätzlich in Text um, damit auch Bot-Besatzungen inhaltlich reagieren können (siehe Mit Bots sprechen).
Mikrofon (Push-to-Talk) und Zwischenablage verlangen einen „secure context", also
HTTPS oder localhost — über eine reine LAN-IP fehlt der, dann bleiben Text und
Melder trotzdem voll nutzbar.