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Funkdisziplin

Halbduplex — es sendet immer nur einer

Der Funkkanal gehört zu jedem Zeitpunkt nur einer Besatzung. Die Sprechtaste zeigt „Kanal belegt", solange jemand anderes sendet — genau wie bei echtem BOS-Funk, wo Gegensprechen technisch gar nicht möglich ist. Push-to-Talk läuft dafür serverseitig: der Server hält die Sprechtaste als Sperre, ein Relay genügt, es gibt keine Peer-zu-Peer-Verbindungen.

Die Stimme hat eine eigene Leitung

Seit Fassung 5.0.0.5 läuft gesprochener Funk getrennt von allem anderen, was im Spiel unterwegs ist — Karte, Einsätze, Statusmeldungen. Vorher teilte sich die Stimme die Verbindung mit all dem, und war dort gerade viel los, stockte der Funk oder kam abgehackt an. Jetzt wartet Sprache auf nichts anderes. Das gilt für alles, was gesprochen wird: den Funkkanal, den Leitstellendraht, den Einsatzstellenfunk, den Einzelruf, die gesprochene Meldung im Alarmfenster und den Funkkreis in PagerSpass - World.

Du musst dafür nichts einstellen. Reißt die Sprachleitung einmal ab — Netzwechsel, Funkloch —, funkt dein Gerät ohne Unterbrechung über den bisherigen Weg weiter, und die eigene Leitung baut sich von selbst wieder auf. Die Android-App funkt weiterhin über den bisherigen Weg und hört alle anderen wie gewohnt. Die Regeln oben ändern sich dadurch nicht: Wer senden darf, entscheidet weiterhin die Sprechtaste am Server.

Der Sprechwunsch — wer reden will, meldet sich

Üblicher Ablauf beim Melden:

(Sprechwunsch, im Band der Leitstelle) „Hier Leitstelle Heidefeld, kommen." „Lagemeldung: Feuer aus, kommen." „Verstanden, Ende."

Alles, was eine Bot-Besatzung von sich aus melden will (Lagemeldungen, Nachforderungen, Rückfragen, Eigenmeldungen), beginnt mit einem Sprechwunsch. Der belegt den Kanal nicht — es dürfen sich also beliebig viele gleichzeitig melden, ohne einander ins Wort zu fallen. Die Leitstelle sieht alle offenen Sprechwünsche oben im Band, in der Reihenfolge ihres Eingangs (Dringendes zuerst), mit Anliegen und Wartezeit, und erteilt gezielt einer Besatzung das Wort. Erst dann folgt der Inhalt; die Quittung schließt das Gespräch.

Als Freigabe zählt beides: der Knopf im Band und jede Antwort der Leitstelle per Funk, auch ein knappes „Verstanden". Ohne Wort spricht niemand — es gibt keine Wartezeit, nach der eine Besatzung von selbst loslegt. Genau das machte den Kanal früher unbeherrschbar, sobald mehrere gleichzeitig etwas wollten. Bleibt ein Sprechwunsch sehr lange unbeantwortet, gibt die Besatzung ihn auf und arbeitet stumm weiter; gesprochen wird auch dann nicht.

Antwortet die Leitstelle auf eine Meldung mit „Verstanden, kommen.", schließt die Besatzung ihrerseits mit „Ende." Eine Besatzung, die auf ihr Wort wartet, meldet kein zweites Anliegen an, solange ihr erstes ungesprochen ist — gearbeitet wird in der Zwischenzeit aber ganz normal weiter.

Wem der eigene Spruch gilt

Steht ein Rufname im Text, gilt der Spruch diesem Fahrzeug. Fehlt er, geht er an den letzten Gesprächspartner — praktisch, weil im laufenden Wortwechsel niemand jede Zeile mit dem vollen Rufnamen beginnt. Damit das nicht im Dunkeln passiert, steht der aktuelle Partner über dem Eingabefeld und lässt sich dort auch wieder lösen; nach drei Minuten Stille gilt das Gespräch ohnehin als beendet.

Abtippen musst du den Rufnamen nicht: Ein @ in der Funkeingabe öffnet die Liste aller Rufnamen der Runde samt der Leitstelle, ausgewählt wird mit Pfeiltasten, Enter oder Klick. In den Spruch kommt dabei der Rufname allein — auf dem Kanal wird gerufen, nicht erwähnt; das @ ist nur der Griff zur Liste.

Schneller geht es mit dem Wort, das dafür da ist: Ein Spruch, der auf „Ende" endet, schließt das Gespräch sofort — egal, ob ihn die Leitstelle oder die Besatzung spricht. Der nächste Spruch ohne Rufnamen ist dann wieder ein Rundruf. Ein „Ende" mitten im Satz („am Ende der Straße") zählt dabei nicht.

Ein Spruch ohne Empfänger ist ein Rundruf. Ein „kommen" darin gilt dann genau einer Besatzung — der, die zuerst gerufen hat — und ist verbraucht, sobald sie es aufnimmt. Sonst legten auf ein einziges „kommen" hin drei Besatzungen gleichzeitig los.

Drei Wege zu funken

  • Text eintippen — funktioniert überall, ohne Mikrofonzugriff.
  • Sprechtaste — wo verfügbar, direkt sprechen; die Übertragung läuft als echtes Audio über denselben Kanal, mit einer kleinen, absichtlichen Verzögerung von rund 200 ms, die sich nach Funk anfühlt, nicht nach Fehler.
  • Spracherkennung — wandelt das Gesprochene zusätzlich in Text um, damit auch Bot-Besatzungen inhaltlich reagieren können (siehe Mit Bots sprechen).

In Chrome, Edge und Safari macht das der Browser selbst. Firefox bringt das nicht mit — dort übernimmt seit August 2026 unser Server, und der gesprochene Funk landet auch da im Protokoll. Nach dem Loslassen dauert das ein bis zwei Sekunden; so lange steht auf der Taste „Wird verstanden …".

Mikrofon (Push-to-Talk) und Zwischenablage verlangen einen „secure context", also HTTPS oder localhost — über eine reine LAN-IP fehlt der, dann bleiben Text und Melder trotzdem voll nutzbar. Ohne Mikrofon gibt es keinen Sprechfunk: Es gibt keinen Weg, allein über die Erkennung zu senden, denn erkannt wird das, was übertragen wurde.

Getippten Funk vorlesen lassen

Ein getippter Spruch stand bis dahin nur im Protokoll — wer aufs Funkgerät hört, bekam ihn nicht mit. Der Schalter 🗣 an der Funkeingabe ändert das: Ist er an, wird dein Spruch auf dem Kanal vorgesprochen, mit derselben Stimme und auf demselben Weg wie bei einer Bot-Besatzung. Gedacht ist er für alle, die nicht sprechen können oder wollen — ohne Mikrofon, ohne HTTPS, ohne ein Wort.

Der Schalter gehört dir, nicht der Runde, und steht in der nächsten Schicht wieder so. Halbduplex gilt dabei wie für jeden anderen: Solange dein Spruch vorgelesen wird, ist der Kanal belegt. Spricht in dem Moment jemand anderes, geht dein Spruch trotzdem raus, dann eben still ins Protokoll — verschluckt wird er nie. Dich selbst hörst du nicht: Auf einem Halbduplex-Kanal hört niemand die eigene Aussendung.

Der Wortfilter — was nicht durchgeht

Jeder getippte Funkspruch läuft durch einen automatischen Filter — und mit ihm alles andere Geschriebene, das jemand lesen kann: Brettbeiträge und Kommentare, die Vorstellung im Profil, Anzeige- und Benutzername, Stichwort, Meldebild und Adresse eines selbst angelegten Einsatzes, Nachrichten an einzelne Freunde, der Wachenchat samt Name, Beschreibung, Aushang und Dienstplan, Einsatzstellenfunk, Leitstellendraht, Lobby-Chat, Sprechwünsche, selbst vergebene Funkrufnamen, Abschnitts- und Funkgruppennamen, Ort und Name der Leitstelle sowie in World die Namen von Leitstelle, Wachen und Fahrzeugen.

Fluchen ist keine Beleidigung. „Arsch hoch, wir rücken ab", „die Pumpe ist im Arsch", „fuck", „Mist" — Frust ohne Adressaten fliegt nicht raus. Auf der Liste steht, was einen Menschen meint: Beschimpfungen und Slurs. Nicht darauf stehen die Wörter, mit denen Menschen sich selbst beschreiben.

Die üblichen Tricks sind eingerechnet. Ziffern statt Buchstaben (4 für a, 0 für o), Punkte oder Bindestriche zwischen den Buchstaben, gedehnte Buchstaben, ein Leerzeichen mitten im Wort, Buchstabieren mit Abstand, unsichtbare Zeichen dazwischen, Zwillingsbuchstaben aus dem kyrillischen oder griechischen Alphabet, Breitschrift — all das fällt auf. Was dabei ausdrücklich nicht anschlägt, ist der Einsatzwortschatz: „Wasser marsch, Loch im Dach" bleibt stehen, und „die Flammen fressen sich durch den Dachstuhl" auch.

Wird ein Text abgewiesen, geht er nicht raus, und der Verstoß zählt am Konto:

Verstoß Was passiert
1., 2., 3. Verwarnung
4. Sperre für einen Tag
5. Sperre für eine Woche
6. Sperre für einen Monat
7. dauerhaft

Zwei Dinge dämpfen das: Wer denselben abgewiesenen Text kurz hintereinander noch einmal abschickt (innerhalb von zwei Minuten), begeht keinen neuen Verstoß — drei schnelle Klicks sind ein Ausrutscher, keine drei. Und wer gesperrt ist, kann weiterhin lesen und spielen; nur das Schreiben am Brett, im Freundes- und im Wachenchat ruht.

Gezählt wird über die ganze Lebensdauer des Kontos und ohne Verjährung. Welcher Listeneintrag angeschlagen hat, hält das Serverprotokoll fest — nicht den geschriebenen Text —, damit sich ein bestrittener Verstoß beurteilen lässt.

Verwarnung von Hand

Was der Filter oben in den ersten drei Stufen ausspricht, entsteht automatisch. Daneben gibt es die von Hand ausgesprochene Verwarnung — die Stufe zwischen „sperren" und „auf sich beruhen lassen", für alles, was ein Filter gar nicht sehen kann. Sie wird dir beim nächsten Start angezeigt und nennt den Grund.

Sie sperrt nichts — aber sie rückt deinen Verstoßzähler um eins weiter: Der nächste Treffer des Filters rechnet mit diesem Stand. Widersprechen kannst du ihr wie jeder anderen Maßnahme; der Weg steht in der Datenschutzerklärung (Ziffer 20d).

Die dauerhafte Sperre

Die letzte Stufe ist die einzige, die über das Konto hinausreicht: Bei einer dauerhaften Sperre merkt sich der Server zwei Merkmale — die Herkunft der Verbindung und eine Gerätekennung —, damit von dort aus kein neues Konto entsteht. Beide stehen nur als Hashwert da, und beide verschwinden, sobald die Sperre aufgehoben wird. Befristete Sperren tun das nicht; sie halten das Konto an, nicht den Anschluss. Was genau gespeichert wird, steht in der Datenschutzerklärung (Ziffer 20a).

Wo der Funk nicht hingehört

Der Funkkanal ist für den Einsatz da. Zwei Gespräche laufen bewusst daneben:

  • Der Leitstellendraht — die Nebenleitung zwischen zwei oder mehr besetzten Leitstellenplätzen. Sie belegt den Funk nicht, und kein Fahrzeug hört mit; siehe Rollen & Aufgaben.
  • Der Wachenchat einer Wachengemeinschaft läuft ganz außerhalb der Runde — wer auf Anfahrt ist, muss dort nicht mitlesen.