PagerSpass-Wiki
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Rollen & Aufgaben

Leitstelle

Alarmierung. Notrufe kommen entweder automatisch herein (Zufallseinsätze) oder die Leitstelle legt sie über Notruf annehmen selbst an — mit Suche über alle Einsatzstichworte, Ortsauswahl aus dem Ortsverzeichnis oder frei eingetippt, und einem Würfeln-Knopf, der den ganzen Bogen mit einer plausiblen Lage füllt. Jedes Stichwort trägt eine Alarm- und Ausrückeordnung: wie viele Fahrzeuge, welche Fähigkeiten werden gebraucht — danach richtet sich der Alarmvorschlag. Alarmschleifen wählen ganze Fahrzeuggruppen auf einmal, statt jedes Fahrzeug einzeln anzuklicken.

Notrufannahme am Telefon. Ausführlich — mit dem Wortlaut aller sechs Fragen und dem, was jede einzelne im Einsatzbogen bewirkt — steht das unter Notruftelefon. Ist die telefonische Leitstelle eingeschaltet, kommen Notrufe als klingelnder Anruf herein: abheben, abfragen (wo, was, Betroffene, Ausmaß, Gefahren, Anrufer), auflegen — der Einsatzbogen ist danach mit dem vorbelegt, was tatsächlich erfragt wurde. Ein klingelnder Anruf lässt sich auch abweisen: das kostet ein paar Punkte, außer es klingeln gerade mehrere Leitungen — dann ist es Priorisieren. Ein abgewiesener Anrufer meldet sich mit einiger Wahrscheinlichkeit erneut, ungeduldiger als beim ersten Mal. Jedes abgeschlossene Gespräch landet im Anrufjournal (Knopf im Kopf des Arbeitsplatzes): dort steht der ganze Verlauf zum Nachlesen, mit Sprung zum entstandenen Einsatz — und aus dem Einsatzdetail führt ein Verweis zurück zum Gespräch.

Doppelmeldungen. Ein brennendes Haus erzeugt fünf Notrufe, nicht einen. Gut sichtbare Lagen melden mehrere Anrufer nacheinander — mit anderem Meldebild, anderem Meldenden und einer Adresse, die um ein paar Hausnummern danebenliegen kann. Wer erkennt, dass es dieselbe Lage ist, nimmt den Anruf über Zu laufendem Einsatz im Einsatzbogen an den bestehenden Einsatz: seine Meldung geht in dessen Chronologie, ein zweiter Alarm entsteht nicht, und es wird keine Einsatznummer verbraucht. Die Liste zeigt die offenen Einsätze nach Entfernung zur gemeldeten Adresse. Der Server sagt nicht, ob die Zuordnung stimmt — was richtig war, steht in der Nachbesprechung.

Ortung. Nicht jeder Anrufer weiß, wo er ist — im Wald, am Wasser, ortsfremd. Der Knopf Orten im Telefonfenster stößt eine Anschlussortung an: nach 10 bis 20 Sekunden liegt eine Koordinate mit Ungenauigkeit vor, auf der Lagekarte als Kreis gezeichnet — 50 bis 250 Meter in bebautem Gebiet, bis zu 2000 Meter im Funkschatten, und manchmal schlägt sie ganz fehl. Der Einsatz lässt sich dann allein auf der Koordinate anlegen und alarmieren; die Fahrzeuge fahren auf den Punkt. Die Ortung ersetzt die Ortsfrage nicht: sie sagt, wo, aber nicht, was — und ein Suchradius von 800 Metern im Wald ist eine eigene Lage.

Nachträglich orten. Ein abgebrochener Anruf ist nicht zu Ende. Wer verpasst, weggedrückt oder aufgelegt hat, bevor die Adresse feststand, fragt im Anrufjournal über Anschluss nachträglich orten nach der letzten bekannten Funkzelle. Das dauert doppelt so lange wie am Apparat, geht ungefähr jedes dritte Mal ins Leere und liefert den doppelt so weiten Kreis — die Verbindung steht schließlich nicht mehr. Kommt etwas zurück, liegt der Kreis auf der Lagekarte, und Einsatz an dieser Position anlegen öffnet den Bogen mit dem Punkt als Einsatzort. Was zu alarmieren ist, entscheidet die Leitstelle nach dem, was im Gespräch noch gesagt wurde. Ein Versuch je Anruf; das Versäumnis selbst macht die Ortung nicht ungeschehen — die Punkte für den verpassten Notruf sind weg, und die Minuten auch.

Umstufen. Stellt sich unterwegs heraus, dass die Lage anders ist als gemeldet, ändert Umstufen einen laufenden Einsatz — die neue Einschätzung geht über den Funkkanal an alle bereits alarmierten Kräfte.

Sprechwunsch beantworten. Meldet ein Fahrzeug Status 5 (Sprechwunsch) oder Status 0 (priorisierter Sprechwunsch, z. B. bei einem echten Notruf über Funk), erscheint bei der Leitstelle ein Balken mit einem Knopf je wartendem Fahrzeug. Ein Druck erteilt das Wort und setzt das Fahrzeug auf den Status zurück, in dem es vorher stand — ein Fahrzeug auf Anfahrt bleibt danach auf Anfahrt und springt nicht plötzlich auf „am Einsatzort".

Nachforderung. Fehlt an der Einsatzstelle eine geforderte Funktion oder ein Fahrzeug, meldet sich die führende Einheit und benennt konkret, was fehlt. Die Leitstelle disponiert nach — das erhöht den Fahrzeugbedarf des Einsatzes, aber nicht automatisch dessen Dringlichkeit; Umstufen bleibt eine bewusste Entscheidung der Leitstelle.

Abschluss. Ein Einsatz schließt sich automatisch ab, sobald alle beteiligten Fahrzeuge wieder abgerückt sind. Manuelles Abschließen bleibt jederzeit möglich, zum Beispiel bei einem Fehlalarm, der sich nie in reale Fahrzeugbewegungen übersetzt.

Mehrere Leitstellenplätze. Wie viele Menschen gleichzeitig disponieren dürfen, hängt an der Größe des Landkreises: je 45 mögliche Teilnehmer ein Platz mehr, bis höchstens sechs. Ein kleiner Kreis wie Cloppenburg hat damit einen Platz, Uelzen vier, die Region Hannover sechs. Alle Plätze teilen sich denselben Arbeitsplatz wie an einem gemeinsamen Tisch — jede besetzte Leitstelle sieht und bedient alle Einsätze gleichermaßen, es gibt keine Aufteilung nach Zuständigkeitsbereichen. Absprechen könnt ihr euch über den Leitstellendraht, ohne den Funk zu belegen.

Den Leitstellenplatz einer öffentlichen Runde übernimmt, wer Level 5 erreicht hat; bis dahin steht die Stufe am Platz, statt den Klick wortlos abzuweisen. In einer eigenen, nicht gelisteten Runde und solo gilt das nicht — dort disponiert jeder ab dem ersten Dienst.

Eigene Alarm- und Ausrückeordnung. Ab Feuerwehrmann/-frau VI legst du selbst fest, wie viele Fahrzeuge und welche Funktionen ein Einsatz fordert. Der Aufklapper Alarm- und Ausrückeordnung steht an drei Stellen: im Einsatzbogen (Freie Vergabe), beim Umstufen und im Alarmfenster — dort in jedem Spielmodus. Änderst du sie im Alarmfenster, rechnet der Alarmvorschlag sofort neu. Ohne den Rang bleiben die Regler gesperrt, und es gilt, was der Katalog zum Stichwort vorsieht; der Bogen sagt dir, ab wann es so weit ist.

AAO-Vorlagen. Eine zusammengestellte Ordnung (Fahrzeugzahl und geforderte Funktionen) lässt sich unter einem Namen speichern und beim nächsten Einsatz per Dropdown wieder anwenden — gleicher Name überschreibt die vorhandene Vorlage. Vorlagen gelten nur für die laufende Schicht und sind nach einem Server-Neustart mitten in der Runde wieder weg.

Eigene Meldung auf den Melder

Im Alarmfenster steht ein Feld „Eigene Meldung" (bis 120 Zeichen). Was du dort hineinschreibst, steht bei jedem Alarmierten auf dem Melder, mit „LST:" davor — „Person am Fenster", „Zufahrt über den Hof", „Drehleiter kommt nach". Bisher musste so etwas hinterher über Funk, und da saß die Besatzung schon im Fahrzeug. Die Meldung ergänzt Stichwort, Adresse und Meldebild, sie ersetzt sie nicht.

Du kannst sie auch sprechen. Neben dem Feld sitzt eine Sprechtaste: halten, Satz sagen, loslassen. Beim Auslösen hören die Alarmierten deine Stimme über den Wachenlautsprecher, nicht über den Funk — der Kanal bleibt frei. In Chrome, Edge und Safari füllt der Browser das Textfeld beim Sprechen mit, in Firefox tippst du es dazu.

  • Ohne geschriebene Meldung geht die Stimme nicht hinaus. Was gesprochen wird, muss nachlesbar sein, und der Wortfilter liest Text, keine Aufnahme.
  • Eine Aufnahme ist höchstens zwanzig Sekunden lang. Wird sie nicht binnen zwei Minuten mit einem Alarm verschickt, verfällt sie auf dem Server. In Text umgewandelt oder weitergegeben wird sie nicht.
  • Wer die Durchsage nicht hören will, schaltet sie im Tonregler unter „Durchsage der Leitstelle beim Alarm" ab.

Streifenfeststellungen

Ist ein Streifenwagen auf Streife, kommt eine Polizeilage ab und zu nicht über den Notruf herein, sondern über ihn: Die Besatzung funkt, was sie festgestellt hat und wo. In der Leitstelle erscheint dazu ein Band „Feststellung" mit zwei Knöpfen — „Streifeneinsatz anlegen" oder „Kein Einsatz". Wer nichts tut, dem verfällt die Meldung nach vier Minuten, ohne Punktabzug: Es hat ja niemand angerufen. Dieselbe Streife meldet danach eine Weile nichts Neues. Fährt ein Mensch selbst Streife, trägt er seine Feststellung in einer eigenen Maske ein.

Die Lagekarte

Der Tooltip einer Wache zeigt die Auslastung als eigene Zahlen — frei, im Einsatz, außer Dienst — statt nur einer Gesamtzahl.

Oben rechts sitzen fünf Knöpfe mit kleinen Zeichen statt Aufschriften (am Handy passen sie damit in eine Zeile statt in drei): Übersicht, zum Einsatz springen, Ansicht, Ebenen, neu laden.

  • Ansicht wechselt zwischen Dunkel, Hell, Satellit und Hybrid (Luftbild mit Straßennamen darüber). Die Wahl bleibt auf diesem Gerät stehen und setzt voraus, dass du den Kartenhintergrund freigegeben hast — beim Luftbild ist ein zweiter Anbieter beteiligt, die Freigabefrage nennt beide. Auf hellem Untergrund und auf dem Luftbild heben sich Fahrzeuge und Einsatzstellen deutlich besser ab als auf der dunklen Karte.
  • Ebenen blendet Einsätze, Fahrzeuge, Wachen, Kliniken, Löschwasser und Sonderobjekte einzeln ein und aus.

Ein Klick auf ein Fahrzeug zeigt seine Route, ein Klick auf die freie Karte nimmt die Auswahl wieder zurück. Wie die Fahrzeuge selbst gezeichnet sind und woran man Sondersignal, Blitzmuster und angekommene Einheiten erkennt, steht unter Fahrzeuge & Organisationen.

Am Telefon ist der Funk stumm

Wer einen Notruf annimmt, hört für die Dauer des Gesprächs keinen Funk — weder die Stimmen noch das Knacken der Sprechtaste und das Rauschen dazwischen. Der Anrufer steht damit allein am Ohr, wie an einem zweiten Gerät; mit dem Auflegen ist der Funk sofort wieder da.

Der Kanal läuft dabei weiter, er ist nur leise gedreht: Nach dem Auflegen bist du dort, wo er inzwischen ist — nachgeholt wird nichts. Das gilt nur für den, der telefoniert; eine zweite Leitstelle am Nebenplatz und alle Fahrzeuge hören unverändert mit. Der Melder bleibt laut — einen Alarm zu verpassen, weil man am Apparat war, wäre der eine Fehler, den das nicht machen darf.

Der Leitstellendraht — wenn ihr zu zweit am Tisch sitzt

Sobald mindestens zwei Leitstellenplätze besetzt sind, steht im Funkfeld ein zweiter Reiter: Leitstellen. Er ist die Nebenleitung zwischen den Disponenten — wer nimmt den Einsatz, wer telefoniert, wer schickt die Drehleiter. Mit einem Platz allein gibt es ihn nicht; es gäbe niemanden, mit dem man reden könnte.

  • Schreiben und sprechen, wie beim Funk. Unter dem Verlauf steht dieselbe Sprechtaste zum Gedrückthalten und daneben ein Eingabefeld (bis 500 Zeichen).
  • Der Funk bleibt frei. Der Draht ist eine eigene Leitung: Während ihr euch absprecht, funken die Fahrzeuge weiter, und niemand bekommt den Besetztton, weil zwei Disponenten gerade reden. Umgekehrt genauso.
  • Niemand außer euch hört mit. Kein Fahrzeug, kein Zuschauer, kein Regieplatz — und der Draht steht weder in der Nachbesprechung noch im Archiv der Schicht.
  • Er klingt anders als der Funk — breiter, ohne das Übersteuern eines Funkgeräts. Du sollst am Klang hören, ob dir jemand vom Tisch nebenan oder aus dem Landkreis antwortet, ohne hinzusehen.
  • Über den Zeilen steht dein Name, nicht der Leitstellenname — den teilt ihr euch ja.
  • Du verpasst nichts, während du auf dem Funk stehst. Am Reiter läuft eine Zahl mit, eine neue Zeile gibt einen kurzen Ton, und eine reine Sprachdurchsage hinterlässt den Vermerk, dass jemand gesprochen hat.
  • Die Lautstärke stellt derselbe Regler wie beim Funk. Und während du einen Notruf am Telefon hast, ist auch der Draht stumm.

Geschrieben wird durch denselben Wortfilter wie jeder Funkspruch (siehe Funkdisziplin).

Den Arbeitsplatz auf zwei Bildschirme verteilen

Am Rechner hat jedes Feld des Leitstellen-Arbeitsplatzes — Einsätze, Einsatz, Lagekarte, Fahrzeuge, Funk — oben rechts einen kleinen Knopf. Damit wandert es in ein eigenes Fenster, das sich auf einen zweiten Bildschirm schieben lässt.

Was übrig bleibt, rückt zusammen: Nimmst du Fahrzeuge und Funk mit, wird die Lagekarte breiter, statt eine leere Spalte stehen zu lassen. Über eine Zeile am Kopf des Arbeitsplatzes („In eigenen Fenstern: …") holst du jedes Feld wieder zurück — sie ist der Weg zurück, wenn ein Fenster hinter dem Hauptfenster verschwunden ist. Verweigert der Browser das Fenster, sagt ein Hinweis, dass Pop-ups für PagerSpass erlaubt werden müssen.

Am Handy gibt es das nicht, und zwar nicht aus Platzgründen: Ein Handy zeigt eine Anwendung auf einmal — ein zweites Fenster wäre dort ein Reiter, den man nicht danebenlegen kann.

Fahrzeugbesatzung

FMS-Tastatur. Das Cockpit jedes Fahrzeugs zeigt eine Tastatur mit den zehn FMS-Tasten (0–9). Nicht jeder Wechsel ist immer erlaubt — siehe die vollständigen Regeln unter FMS-Status.

Funk. Lageberichte, Rückfragen und Nachforderungen gehen über den gemeinsamen Funkkanal — Text eintippen oder, wo verfügbar, direkt über die Sprechtaste sprechen. Mehr dazu unter Funkdisziplin.

Lagemeldung. An der Einsatzstelle (Status 4) meldet die Besatzung kurz, was vorgefunden wurde. Bei mehreren alarmierten Fahrzeugen übernimmt üblicherweise die führende Einheit (Führungsfahrzeug oder das zuerst alarmierte Fahrzeug) die Lagemeldung und eine mögliche Nachforderung; Unterstützer melden sich höchstens kurz und halten den Kanal frei — das gilt für Bot-Besatzungen genauso wie für Mitspieler.

Patientenzyklus (Rettungsdienst). Ein Rettungswagen mit Transportauftrag durchläuft nach der Aufnahme einen eigenen Weg: vor Ort (4) → Patient aufgenommen (7) → am Transportziel (8) → wieder einsatzbereit (1/2). Wer mehr am Patienten tun will als ihn zu fahren, schaltet im Konto die Patientensimulation ein.

Aussteigen. Oben rechts im Fahrzeug sitzt Fahrzeug verlassen — der Weg aus einer laufenden Runde, den die Besatzung lange als einzige nicht hatte. Gefragt wird vorher: Der Platz wird frei, das Fahrzeug fällt aus der Schicht. Die Schicht selbst zählt erst am Rundenende — wer vorher geht, bekommt für sie keinen Eintrag ins Dienstbuch. Und wer als Letzte oder Letzter geht, beendet damit die Schicht für alle.

Auf Streife (Polizei)

Ein Streifenwagen muss nicht auf dem Revier stehen, bis ihn jemand alarmiert. Neben der FMS-Tastatur sitzt der Knopf „Streife aufnehmen": Dann fährt die Besatzung ihren Bereich ab — von einem echten Ort zum nächsten (Schulen, Pflegeheime, Betriebe, Krankenhäuser, das eigene Revier), gewählt unter den nächstgelegenen. Im Funk steht deshalb ein Name und keine Koordinate: „auf Streife, weiter in Richtung …".

  • Streife fahren kann, wer zur Polizei gehört und die Fähigkeit dafür hat — ein Wasserwerfer oder Hubschrauber nicht. Losfahren geht nur ohne Einsatz und aus Status 1 oder 2.
  • Alarmierbar bleibt der Wagen wie ein Fahrzeug im Haus, und zwar von dort, wo er gerade ist. Genau dafür fährt man Streife: näher an dem, was draußen passiert, dafür nicht mehr dort, wo man ihn zuletzt gesehen hat.
  • Ein Alarm beendet die Streife, ebenso jede Statusmeldung außer der 1. „Streife beenden" am selben Knopf holt den Wagen zurück.
  • Eine Bot-Besatzung versteht den Zuruf über Funk — „Fahren Sie Streife", „Streife beenden", „Zurück zum Revier".
  • Unterwegs sieht eine Streife gelegentlich selbst etwas und meldet es der Leitstelle (siehe Streifenfeststellungen).

In PagerSpass - World gibt es die Streife auch — dort mit einem Pfad, den du selbst vorgibst.

An der Einsatzstelle wird gearbeitet

Status 4 ist nicht das Ende. Jede Einsatzstelle bringt Aufgaben mit, und sie werden abgearbeitet, während die Fahrzeuge dort stehen. Am Fortschrittsbalken sieht man, wie weit es ist — wer zu wenig geschickt hat, merkt es daran, dass es nicht vorangeht.

Die Aufgaben leitet das Spiel aus der Alarm- und Ausrückeordnung des Stichworts ab, und sie laufen in drei Rängen:

  1. Lage erkunden — steht vor allem anderen und braucht keine Fähigkeit, nur Augen.
  2. Die eigentliche Arbeit — innerhalb dieses Rangs läuft alles nebeneinander: „Brandbekämpfung, Rohr vor", „Technische Hilfeleistung", „Trupp unter Atemschutz vor", „Wasserversorgung aufbauen", „Drehleiter in Stellung bringen" und rund dreißig weitere, je nachdem, was die Lage fordert.
  3. Einsatzstelle aufräumen und übergeben.

Gerechnet wird in Kräfteminuten: Eine Aufgabe hat einen Aufwand, und ein Fahrzeug bringt je Minute so viele Kräfte ein, wie auf ihm sitzen. Mehr Fahrzeuge sind also schneller — aber nur die passenden. Dabei gibt es zwei Sorten Aufgabe:

  • Breitenarbeit (Technische Hilfe, Räumen, Betreuung, Vegetationsbrand …): Hier hilft jeder mit. Ein Fahrzeug ohne die geforderte Fähigkeit zählt halb — ein MTF mit acht Leuten kann keine Fahrbahn schneiden, aufnehmen und wegtragen kann er. Der Rettungsdienst hat dabei eine Grenze: An der Technischen Hilfe, an Bergungsarbeiten und am Räumen arbeitet er gar nicht mit, auch nicht halb. Schneiden, Spreizen und Abstützen braucht Gerät und Ausbildung — ein Rettungswagen erledigt die Hilfeleistung am Verkehrsunfall nicht, bevor das Rüstfahrzeug da ist. Erkunden, sichten, betreuen, absperren, ausleuchten und aufräumen darf er weiterhin.
  • Spezialaufgaben (Löschangriff, Atemschutz, Drehleiter, Hydraulische Rettung, Gefahrgut, Tauchen …): Ohne das passende Mittel geht gar nichts. Fehlt es, meldet die Einsatzstelle über Funk, was fehlt, und die Arbeit steht.

Die Brandbekämpfung ist dabei der eine Sonderfall, der beides ist: Sie dauert wie eine Breitenarbeit, und viele Fahrzeuge sind an ihr schneller als eines — aber nur Löschfahrzeuge. Ein Rohr braucht Pumpe, Schlauch und Wasser; wer davon nichts dabeihat, erkundet, leuchtet aus, sperrt ab und räumt am Ende auf. Steht an einem Brand kein einziges Löschfahrzeug, geht gar nichts voran, und die Einsatzstelle funkt „Es fehlt: Löschangriff".

Was ein Rettungswagen tut, steht schon im Status (4 → 7 → 8) — daraus wird keine zusätzliche Aufgabe.

Ein Vegetationsbrand wartet nicht. Flächen- und Waldbrände haben zusätzlich eine Fläche, die wächst, solange zu wenig Wasser da ist — mehr dazu unter Großlagen & Zufallseinsätze.

Dienstübergabe

Wenn der Disponent gehen muss, stirbt die Runde nicht mehr: Die Leitstelle kann den Tisch im laufenden Dienst übergeben — über „Mannschaft verwalten", an einen verbundenen Mitspieler. Der sieht zuerst das Übergabeprotokoll (offene Einsätze und was ihnen fehlt, Fahrzeuge außer Dienst, wartende Sprechwünsche, klingelnde Anrufe, die Wetterlage) und übernimmt dann — oder lehnt ab. Niemandem wird die Leitstelle zugeschoben.

Bei der Übernahme bekommt das eigene Fahrzeug nahtlos eine Bot-Besatzung — auch mitten im Einsatz. Der bisherige Disponent wird rollenlos und wählt neu oder geht.

Der Notweg: Ist die einzige Leitstelle länger als zwei Minuten ohne Verbindung, erscheint bei jedem Mitspieler der Knopf „Leitstelle übernehmen" — der erste gewinnt. Kehrt der alte Disponent danach zurück, ist der Tisch besetzt: Wer die Runde am Leben gehalten hat, gibt sie nicht wieder her.