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Mit Bots sprechen

Bot-Besatzungen verstehen echten Funktext, keine Menüs. Weder Groß-/Kleinschreibung noch Satzbau spielen eine Rolle — geprüft wird, ob eines der folgenden Stichworte im gesendeten Text vorkommt. Ein Bot antwortet sofort auf einen an ihn gerichteten Funkspruch, noch vor seiner eigenen nächsten geplanten Aktion.

Gespräche statt Einzelsätze

Bots halten die Sprechfunkregeln ein, die auch die Funkdisziplin beschreibt:

  • Alles Eigene beginnt mit einem Sprechwunsch. Lagemeldung, Nachforderung, Rückfrage, Eigenmeldung — die Besatzung meldet sich zu Wort und schweigt. Der Sprechwunsch belegt den Kanal nicht; es dürfen sich also beliebig viele gleichzeitig melden, ohne einander ins Wort zu fallen. Gesprochen wird erst, wenn die Leitstelle das Wort erteilt — im Sprechwunsch-Band oben oder per Funk (jede Antwort zählt, auch ein knappes „Verstanden"). Ohne Wort spricht niemand, auch nicht nach langem Warten. Bleibt ein Sprechwunsch dauerhaft unbeantwortet, gibt die Besatzung ihn irgendwann auf und arbeitet stumm weiter.
  • Der Arbeitszustand bleibt dabei stehen. Wer auf der Anfahrt etwas melden will, steht im Tableau weiter auf Status 3 — die Statuszahl blinkt, und in der Kachel steht, worum es geht. Nur die Einsatzstelle verlässt eine Besatzung nicht, bevor sie ihre Meldung losgeworden ist.
  • Inhalte enden mit „…, kommen." — die Besatzung erwartet die Quittung der Leitstelle. Bestätigungen enden mit „…, Ende."
  • Eine Quittung wird nicht zurückquittiert. Auf „Verstanden, Ende." (oder ein bloßes „Verstanden") folgt nichts mehr — das Gespräch ist vorbei. Gibt die Leitstelle mit „Verstanden, kommen." das Wort zurück, schließt die Besatzung selbst mit „Ende."
  • Wer aus dem Nichts antwortet, nennt seinen Namen („Hier Florian Heidefeld 1/44/1: …"); mitten im Wortwechsel wiederholt ihn niemand bei jedem Satz.
  • Unterstützende Einheiten melden sich nicht selbst. Ihr Eintreffen sieht die Leitstelle am Status; gesprochen wird an der Einsatzstelle durch die führende Einheit. Angesprochen antwortet natürlich jede Besatzung.

Echte Befehle — werden gesprochen quittiert und dann befolgt

Stichworte Wirkung
„Rücken Sie ein", „Einrücken", „Abrücken", „Zurück zur Wache", „Wenden Sie", „Kehren Sie um" Erst die gesprochene Quittung („Verstanden, wir rücken ein, Ende."), ein paar Sekunden später der tatsächliche Wechsel auf Status 1 — wie im echten Fahrzeug sind Sprechen und Statustaste zwei Handgriffe.
„Kommen Sie zur Einsatzstelle", „Fahren Sie los", „Rücken Sie aus", „Anfahrt aufnehmen" Quittung, dann Anfahrt (Status 3).

Geht der Befehl gerade nicht, sagt die Besatzung, woran es liegt: „Wir sind bereits eingerückt, Status 2, kommen." oder „Uns liegt kein Einsatzauftrag vor, kommen." — statt wortlos nichts zu tun. Ein vorangestelltes „nicht" kurz vor dem Stichwort hebt den Befehl auf; eine Frage („Seid ihr schon eingerückt?") ist kein Befehl und wird als Statusfrage beantwortet.

Fragen — werden inhaltlich beantwortet

Stichworte Antwort
„Status?", „Standort?", „Position?", „Wo seid ihr?" — als Frage auch „eingetroffen?", „unterwegs?", „einsatzbereit?" Aktueller FMS-Status samt Bezeichnung.
„Lage?", „Sachstand?", „Lagemeldung durchgeben", „Wie sieht es aus?", „Was habt ihr?" Kurzlage passend zum Einsatz — vor Ort die letzte Lagemeldung oder eine zum Stichwort passende Erkundungsmeldung. Alarmiert, aber noch nicht ausgerückt, nennt die Besatzung ihren Auftrag statt „einsatzbereit".
„Transport?", „Klinik?", „Krankenhaus?", „Ziel?" Transportstatus — je nachdem, ob der Patient aufgenommen oder das Fahrzeug schon am Transportziel ist.
„Braucht ihr Verstärkung?", „Noch etwas?" Echte Einschätzung nach Alarm- und Ausrückeordnung: entweder die konkrete Nachforderung oder „Keine weiteren Kräfte erforderlich".
„Verstärkung ist alarmiert", „Nachalarmiert", „Weitere Kräfte sind unterwegs" Bestätigung, dass die Kräfte erwartet werden — mit „Ende".
„Warten Sie", „Halten Sie", „Bleiben Sie", „Standby" Bestätigt, dass die Besatzung an Ort und Stelle bleibt — mit „Ende".

Beispiel: „Florian Heidefeld 1, Status?, kommen." → „Hier Florian Heidefeld 1/44/1: Status 3, Anfahrt Einsatzort, kommen."

Funkdisziplin der Bots

  • Ein bloßes „… kommen." ohne weiteren Inhalt ist ein Anruf, keine Frage — der Bot nimmt das Wort an: „Hier Rufname, kommen." Hat er gerade einen Sprechwunsch offen, bringt er stattdessen sofort sein Anliegen vor. Das „kommen" darf dabei fehlen: auch der bloße Rufname („Florian Heidefeld 1/44/1?") ist ein Anruf — weder im Chat noch über die Spracherkennung kommt immer die volle Formel an.
  • Wird das Wort zurückgegeben, ohne dass etwas offen ist („Verstanden, kommen."), sagt die Besatzung das: „Keine weiteren Meldungen, Ende." Sie lässt den Kanal nicht stumm offen stehen.
  • Wer auf sein Wort wartet, meldet kein zweites Anliegen an. Erst wenn das erste gesprochen ist, kommt das nächste — kein zweiter Sprechwunsch, keine verschluckte Meldung. Gearbeitet wird in der Zwischenzeit ganz normal weiter.
  • Eine alte Ansprache wird nicht nachträglich beantwortet. Was länger als drei Minuten zurückliegt, gilt als erledigt; nach einem Neustart antwortet niemand mehr aus dem Nichts auf einen Funkspruch von vorhin.
  • Eine unverstandene Frage bekommt „Frage nicht verstanden, bitte wiederholen, kommen." — ein „Verstanden" auf eine Frage wäre gelogen. Nur unverstandene Mitteilungen werden knapp quittiert („Verstanden, Ende.").
  • Bot-Funk lässt sich in den Rundeneinstellungen ganz abschalten (Bot-Funk aus); dann antworten Bots nur mit einer stillen Standardquittung, ohne Inhaltserkennung und ohne Befehle zu befolgen.

Wenn der Bot-Funk aus ist

„Bot-Funk aus" heißt seit Fassung 3.0.1 wirklich still: Vorher gingen Lagemeldung, Nachforderung und die Frage nach dem Transportziel trotzdem hinaus und belegten das Band. Jetzt schweigen die Besatzungen und arbeiten den Einsatz stumm zu Ende.

Eines ändert sich dadurch für die Leitstelle: Ein Rettungsmittel fragt die Zielklinik nicht mehr ab. Sie wird stattdessen im Einsatzblatt vergeben — die Liste der Häuser mit Fahrzeit und Abteilungsstand steht dort wie sonst auch (siehe Fahrzeuge & Organisationen).

Am Telefon

Eine Bot-Besatzung ist auch über den Einzelruf zu erreichen. Es klingelt zwei bis sechs Sekunden — das Gerät liegt am Gurt, nicht in der Hand —, dann nimmt sie ab und meldet sich mit ihrem Rufnamen. Jede Antwort kommt gesprochen, in derselben Stimme wie auf dem Kanal. Du sprichst über die Sprechtaste im Gespräch oder tippst.

Am Hörer redet man, wie man am Telefon redet: kein „kommen", kein „Hier …", kein Sprechwunsch. Verstanden wird aber mit denselben Stichworten wie am Funk — ein Auftrag am Telefon ist ein Auftrag, eine Frage eine Frage. Gelockert ist der Ton, nicht die Wahrheit.

Und Bot-Besatzungen rufen dich selbst an. Ein Sprechwunsch, den niemand aufnimmt, war früher eine Sackgasse. Wartet eine Besatzung etwa zweieinhalb Minuten auf ihr Wort (das Bot-Tempo streckt oder staucht das), greift sie zum Hörer, ruft die Leitstelle an und sagt, dass sie etwas hat und worum es geht. Dafür gilt:

  • Nur mit eingeschaltetem Bot-Funk, und nur, wenn überhaupt jemand an der Leitstelle sitzt.
  • Höchstens zwei Versuche, mit etwa einer Minute Abstand. Telefoniert die Leitstelle gerade, ist besetzt — dann wartet die Besatzung, statt zu klopfen.
  • Der Sprechwunsch bleibt dabei im Band stehen. Aufgegeben wird er erst nach acht Minuten ohne Wort.

KI-Funk — frei formulierte Antworten

Alles oben ist der Bot-Funk: Die Besatzungen erkennen, was du sagst, und antworten mit Sätzen aus einem festen Katalog. Er ist regelbasiert, kostet nichts und steht jeder Runde offen.

Der KI-Funk setzt darauf auf. Mit ihm formulieren die Besatzungen ihre Funkantworten frei und lagebezogen — ein Sprachmodell schreibt den Satz, gesprochen wird er wie jeder andere Bot-Funkspruch. Was der KI-Funk ausdrücklich nicht tut: etwas am Spiel entscheiden. Befehle wie „Rücken Sie ein" erkennt und befolgt weiterhin der Bot-Funk, und ob ein Statuswechsel erlaubt ist, prüfen dieselben Wechselregeln wie immer. Die KI ersetzt nur den Wortlaut; der Katalogsatz reist als Rückfall mit.

  • Er gehört zu Premium. Ein Abo in der Runde genügt für die ganze Leitstelle — der Funk geht an den Kanal, nicht an eine Person, also hören alle denselben. Bot-Besatzungen zählen dabei nicht mit. Verlässt das letzte Premium-Konto die Runde, fällt der Funk auf den Katalogtext zurück.
  • Eingestellt wird er in der Lobby bei den Bot-Einstellungen („KI-Funk"). In neuen Runden ist er von vornherein an, die Leitstelle kann ihn abwählen. Ohne eigenes Abo ist der Haken gesperrt, bleibt aber mit Stern und Hinweis sichtbar.
  • Er braucht den Bot-Funk als Grundlage. Ist der Bot-Funk aus, gibt es keine Antwort, die frei formuliert werden könnte.
  • Die Antworten entstehen bei einem externen Dienst (Mistral AI). Das steht so in der Lobby und in der Datenschutzerklärung (Ziffer 8 c). Bietet der Server den KI-Funk gerade nicht an, erscheint der Haken gar nicht erst, und es bleibt beim Katalogtext.

Dieselbe KI beantwortet auch Fragen zum Spiel im Discord — siehe App & Mitteilungen.

Bot-Einstellungen

  • Tempo (gemütlich / normal / zügig) — wie schnell Bots zwischen Alarm, Ausrücken, Ankunft und Lagemeldung pausieren. Im Simulationsmodus verkürzt sich die Wartezeit zusätzlich automatisch.
  • Gesprächigkeit (knapp / normal / gesprächig) — wie oft eine Besatzung auf der Anfahrt unaufgefordert eine „Lage auf Sicht"-Meldung absetzt. Höchstens einmal je Einsatz und nur, wenn der Kanal eine Weile ruhig war — der Funkkanal ist ein gemeinsames Gut, dreißig Bots dürfen ihn nicht zustellen.
  • Bot-Funk an/aus — schaltet die gesamte Inhaltserkennung ab (siehe oben).
  • KI-Funk an/aus — frei formulierte Antworten, mit Premium in der Runde (siehe oben).
Diese Beschreibung entspricht genau dem, was die Bots im Spiel tatsächlich tun — kein Näherungswert, sondern ihr echtes Verhalten am Funk.