Polizeilagen & Abfragen
Was PatSim für den Rettungswagen ist, ist die polizeiliche Abfrage für die Streife. Eine Polizeilage mit hinterlegtem Fall hat Beteiligte: den Randalierer und die Zeugin, den Fahrer und die Geschädigte, den flüchtigen Unfallverursacher, dessen Kennzeichen ein Anwohner notiert hat. Ihre Personalien und was die Register über sie wissen, werden beim Anlegen der Lage gewürfelt — sichtbar wird es erst durch die Arbeit.
Der Ablauf ist der echte: vor Ort → nach dem Ausweis fragen → abfragen → handeln → einordnen.
Wie PatSim ist das Pflicht und bringt keine Punkte. Nicht jede Polizeilage hat Beteiligte: Eine Verkehrsabsicherung oder ein verdächtiger Koffer hat niemanden, dessen Personalien man feststellt — solche Lagen laufen wie gewohnt.
Der Bogen im Streifenwagen
Der Personenbogen ist gebaut wie der Patientenbogen: feste Größe, der Ausweis als Karte, das Kennzeichen als Schild, jedes Register eine Kachel, Reiter für Auskünfte, Maßnahmen, Einordnen und Verlauf, eine Leiste für mehrere Personen und Erweitern für die große Form. Vor der Feststellung steht da, wie jemand wirkt — aber nicht, wie er heißt. Eine Person mit Warnhinweis steht mit roter Kante im Bogen.
Nach dem Ausweis fragen
Das geht nur vor Ort und dauert dreißig Sekunden. Nicht jeder zeigt ihn:
- Die meisten zeigen Personalausweis, Reisepass oder Führerschein — dann ist die Identität geklärt.
- Manche haben keine Papiere dabei und nennen ihre Personalien mündlich. Die stehen als „mündlich, ungeprüft" im Bogen, bis die Personenabfrage sie bestätigt.
- Wer aufgebracht ist, verweigert die Angaben. Erst beruhigen, dann noch einmal fragen — wer außer sich ist, zeigt keinen Ausweis.
- Manche nennen einen falschen Namen. Das merkst du an der Personenabfrage: Zu diesen Angaben kennt das Register niemanden.
Identität auf der Dienststelle feststellen klärt beides, Verweigerung und falschen Namen: Die Streife nimmt die Person mit, und die Feststellung — Fingerabdruck, Lichtbild, Abgleich — dauert drei Minuten Spielzeit. Solange ist an der Person nichts zu tun, ihre Anspannung steigt nicht, und auf der Ausweiskarte stehen „mitgenommen · Streife" und die Restzeit. Danach steht die echte Identität da — und erst die Abfrage zu ihr zeigt, warum jemand gelogen hat.
Abfragen — über die Leitstelle
Im Streifenwagen gibt es kein Abfragegerät. Wie im Dienst fragt die Streife über Funk an, die Leitstelle fragt ab und gibt das Ergebnis durch. Ein Tipp auf eine Registerkachel im Bogen heißt deshalb: über Funk anfragen.
| Abfrage | System | Dauer |
|---|---|---|
| Person | INPOL | 25 s |
| Waffenregister | NWR | 20 s |
| Melderegister | EWO | 15 s |
| Fahrerlaubnis | ZFER | 15 s |
| Zulassung und Halter | ZEVIS | 12 s |
| Sachfahndung | INPOL-Sache | 10 s |
| Versicherung | ZEVIS | 8 s |
Was nicht abgefragt ist, weiß niemand. Die Fahrzeugprüfung sind drei Fragen: Zulassung und Halter (mit Fahrzeug, Farbe und HU), Sachfahndung — gestohlen, zur Entstempelung ausgeschrieben — und Versicherung. Ein gestohlener Wagen gehört laut Zulassung jemand anderem; dass er gesucht wird, sagt nur die Sachfahndung.
Abfragen dürfen die Leitstelle und jede Streife, die der Lage zugeteilt ist — auch auf der Anfahrt: Das Kennzeichen eines Flüchtigen fragt man ab, bevor man ankommt. Feststellen, handeln und einordnen darf nur, wer vor Ort steht.
Der Abfrageplatz der Leitstelle
In der Werkzeugleiste der Leitstelle sitzt ein eigener Knopf mit dem Ausweis — mit einer Zahl daran, sobald etwas wartet. Aus dem Einsatzdetail führt jede Person direkt dorthin.
- Links der Eingang: die Ersuchen der Streifen („INPOL · Peter 11/1 · Thomas Lange, 21.11.1998"), und darüber alles, was noch durchgegeben werden muss.
- Rechts die Maske: Person (Name, Geburtsdatum) oder Fahrzeug (Kennzeichen). Was die Streife durchgegeben hat, steht darüber und lässt sich übernehmen — oder du tippst es selbst ab.
- Es zählt, was eingegeben ist. Ein Zahlendreher im Geburtsdatum ergibt „keine Person bekannt", und das ist dann die Auskunft. Eine solche Fehlanfrage darf man wiederholen.
- Freie Abfrage: ohne Ersuchen, etwa das Kennzeichen, das der Anrufer notiert hat. Gesucht wird unter allen Personen der Schicht.
Durchgeben ist Arbeit. Was die Leitstelle abfragt, weiß die Streife erst, wenn es über Funk durchgegeben ist — bis dahin steht im Streifenwagen „bei LS · kommt über Funk". Dafür gibt es je Auskunft einen Knopf („An Peter 11/1 durchgeben"). Umgekehrt kennt die Leitstelle Name und Geburtsdatum erst, wenn die Streife sie durchgegeben hat.
Sitzt niemand am Pult, nimmt die Leitstelle des Spiels das Ersuchen selbst auf. Mit der KI-Leitstelle geht das auch per gesprochenem oder getipptem Funkspruch („Erbitte Personenabfrage Müller, Thomas, geboren 12.3.1985"), Kennzeichen auch buchstabiert.
Eigensicherung
Ergibt eine Abfrage „bewaffnet", „gewalttätig" oder Waffen im Haushalt, geht ein Funkspruch an jede Streife der Lage — egal, wer gefragt hat.
Handeln
Die Maßnahmen stehen je nach Person und Lage zur Wahl; eine Festnahme am Zeugen gibt es nicht, und genau das ist die erste Einordnung, die eine Streife trifft. Darunter: beruhigend ansprechen, Beteiligte trennen, Gefährderansprache, Platzverweis, Wohnungsverweis und Rückkehrverbot, Durchsuchung nach Waffen, Atemalkoholtest, Blutprobe, Befragung, Strafanzeige oder Ordnungswidrigkeit, Unfallaufnahme, Spuren sichern, Gegenstand sicherstellen, Fahndung einleiten, Angehörige verständigen, Betreuen und Rettungsdienst hinzuziehen, vorläufige Festnahme, Ingewahrsamnahme.
- Manche Maßnahmen haben ein Ergebnis. Der Atemalkoholtest misst, die Durchsuchung findet etwas — ein Messer, Sprühdosen, Diebesgut — oder nichts.
- Manche verlangen die Personalien, etwa Anzeige, Platzverweis und Festnahme.
- Manches macht man nicht allein. Festnahme, Gewahrsam, Fesseln, Durchsuchung und Wohnungsverweis verlangen eine zweite Streife vor Ort.
Anspannung
Ohne Ansprache schaukelt sich ein Streit auf: Die Person wird von „angespannt" zu „aggressiv", bis hin zu „außer sich". Beruhigen, trennen und ansprechen senken die Anspannung; nach einer beendenden Maßnahme (Platzverweis, Festnahme, Gewahrsam) steht sie.
Einordnen
Den Tatvorwurf trägst du selbst ein, im Klartext wie die Verdachtsdiagnose am Patienten — nach mindestens einer Abfrage. Wer die Person nicht einmal überprüft hat, schreibt keinen Tatvorwurf.
Bot-Streifen
Fährt kein Mensch Streife an der Lage, arbeitet die Bot-Besatzung die Personen genauso ab: beruhigen, Ausweis, abfragen, handeln. Die Personenabfrage schickt sie per Funk an dich, wenn du am Pult sitzt, und wartet auf deinen Funkspruch mit der Auskunft, bevor sie handelt. Festgenommen wird nur mit Grund.
Quellen im Code:api/PagerSpass.Domain/Logic/Polizeifaelle.cs,Abfragelauf.cs,Funkabfrage.cs.